Welche Tippgeschwindigkeit gilt als gut? Reale daten aus 506.000 tests

Captain Ratatype · 30 Apr 26 · 3 min Lesezeit · 10755 Ansichten

Wir haben die Ergebnisse von 506.024 Tippgeschwindigkeitstests auf Ratatype im April 2026 analysiert und ein klares Bild davon erhalten, wo die meisten Menschen tatsächlich liegen. Spoiler: Das durchschnittliche Ergebnis könnte Sie überraschen.

Tippgeschwindigkeits-Stufen: Vom Anfänger zur Legende

Wir haben alle Teilnehmer in sieben Stufen eingeteilt, basierend auf ihrer Tippgeschwindigkeit in Wörtern pro Minute (WPM).

Considered a good typing speed infographic

Hunt & Peck: unter 20 WPM (15 % der Menschen)

„Hunt and Peck" bezeichnet den Zwei-Finger-Tippstil, bei dem man jede Taste mit den Augen sucht. So tippt jeder siebte Nutzer. Es ist langsam, für alltägliche Aufgaben aber völlig ausreichend.

Anfänger: 20–30 WPM (27,5 %)

Die größte Gruppe. Fast ein Drittel aller Testteilnehmer landet hier. Die Person kennt sich zwar auf der Tastatur aus, hat aber noch keinen gleichmäßigen Rhythmus entwickelt. Für große Textmengen — zu wenig.

Durchschnitt: 30–40 WPM (25,1 %) — Median

Das ist der Median — genau in der Mitte. Die Hälfte der Menschen tippt langsamer, die andere Hälfte schneller. Für die meisten Büroaufgaben reicht das aus, doch die Produktivität lässt noch zu wünschen übrig.

Geübt: 40–50 WPM (16,1 %)

Hier beginnt echter Komfort. Die Person denkt an den Text, nicht an die Tasten. Das ist ein gutes Niveau für die meisten computerbezogenen Berufe.

Profi: 50–60 WPM (9,1 %)

Nur jeder Elfte erreicht dieses Niveau. Diese Tipper sind spürbar schneller als ihre Kollegen, ermüden weniger beim Tippen und schaffen im Arbeitstag deutlich mehr.

Meister: 60–80 WPM (6,1 %) — Top 5 %

Wer hier ankommt, gehört zu den fünf Prozent der schnellsten Tipper der Welt. Dieses Ergebnis ist typisch für erfahrene Programmierer, Journalisten und Übersetzer — Menschen, für die die Tastatur das wichtigste Arbeitswerkzeug ist.

Legende: 80–120 WPM (1,1 %) — Top 1 %

Ein Prozent. Das sind Menschen, die überhaupt nicht über den Tippvorgang nachdenken müssen — ihre Finger bewegen sich von selbst. Wenn Sie hier sind — sind Sie wirklich eine Ausnahme.

Was ist also die durchschnittliche Tippgeschwindigkeit?

Laut unseren Testdaten liegt der Median im Bereich von 30–40 WPM. „Normal" sind also etwa 35 Wörter pro Minute.

Zum Vergleich: Der Durchschnittsmensch spricht mit etwa 130 Wörtern pro Minute. Das bedeutet, wir denken dreimal schneller, als wir tippen. In dieser Lücke steckt ein enormes Potenzial für Produktivitätssteigerungen.

Wenn Sie Ihre Tippgeschwindigkeit von 35 auf 60 WPM steigern und täglich 4 Stunden an der Tastatur verbringen, sparen Sie fast 1,5 Stunden pro Tag. Das sind über 30 Arbeitstage im Jahr.

Weltrekord: 216 WPM im Jahr 1946

Die schnellste Tipperin der Geschichte ist Stella Pajunas. Im Jahr 1946 tippte sie mit einer Geschwindigkeit von 216 WPM auf einer elektrischen IBM-Schreibmaschine — 1.080 Zeichen pro Minute, also etwa 18 Zeichen pro Sekunde.

Zum Vergleich: Während der Median-Ratatype-Nutzer ein Wort in 1,7 Sekunden tippt, schaffte Stella dasselbe in unter 0,3 Sekunden.

Der Rekord steht seit fast 80 Jahren — und wurde in der Kategorie des klassischen Maschinenschreibens nie gebrochen.

Wie kann man die Tippgeschwindigkeit verbessern?

Die gute Nachricht: Tippgeschwindigkeit ist eine erlernbare Fähigkeit. Anders als etwa das musikalische Gehör braucht man hier kein angeborenes Talent — nur Übung.

Ein paar Grundsätze, die wirklich funktionieren:

  1. Lernen Sie das Zehnfingersystem. Wenn Sie noch auf die Tasten schauen — das ist das Erste, was sich ändern muss. Das Blindtippen befreit Ihre Aufmerksamkeit und beschleunigt Ihren Rhythmus deutlich.
  2. Üben Sie regelmäßig, nicht lang. 15 Minuten täglich schlagen zwei Stunden einmal pro Woche. Muskelgedächtnis entsteht durch Wiederholung, nicht durch Dauer.
  3. Erst Genauigkeit, dann Geschwindigkeit. Schnell zu tippen und dabei Fehler zu machen ist zwei Schritte vor und einen zurück. Konzentrieren Sie sich auf Genauigkeit — die Geschwindigkeit folgt von selbst.
  4. Verfolgen Sie Ihren Fortschritt. Ohne regelmäßige Tests ist es schwer, Verbesserungen zu sehen und motiviert zu bleiben.

Machen Sie den kostenlosen Test auf Ratatype — finden Sie Ihr Niveau heraus und beginnen Sie mit dem Training, um Ihr Ergebnis zu verbessern

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